Die Einstellung zum Thema Kamin hat sich in den letzten 50 Jahren grundlegend geändert. Bevor Gas- und Zentralheizung den Standard darstellten, war man vom Kamin als wesentlicher Wärmequelle abhängig. Mit der Einführung der Heizung wurde der Kamin einige Zeit als antiquiert, altmodisch oder unpraktisch abgetan. Mittlerweile bekommt er allerdings wieder ein positiveres Feedback aus deutschen Wohnzimmern.
Das hat jedoch seinen Grund darin, dass der Kamin einen Wandel durchgemacht hat, der ihn vom unabdingbaren Gebrauchsgegenstand zu einem „Wohlfühl-“Artikel erhoben hat. Erzählt man älteren Mitmenschen von seinem Plan einen Kamin zu kaufen, bekommt man skeptische Blicke; erzählt man Jüngeren davon, kommt weit eher die Frage: welchen denn? Da die normalen Hauskamine ziemlich teuer in der Anschaffung sind, wird die Antwort immer häufiger die sein: einen Ethanol-Kamin, d.h. einen Biokamin.
Funktionsweise des Bio-Kamins
Der Biokamin wird mit einer Brenndose bzw. einer Brennkammer bestückt. Diese Kammer ist zumeist ein Edelstahlbehälter mit unterschiedlicher Füllmenge. Bei guten Kaminen kann diese Kammer insofern reguliert werden, dass die Flammenhöhe eingestellt werden kann. In der Kammer befindet sich Ethanol, der über ein oft ausgeklügeltes Regulierungssystem gesteuert wird. Mithilfe dieses Systems kann der Ethanol-Grundverbrauch reduziert werden. Auch haben diese Kamine oft einen Schieber, der die Flammen je nach Bedarf frühzeitig wieder löschen kann. Wenn dieser Sicherheits-Schieber fehlt, muss man den Kamin allerdings unbedingt bis zum Ausglühen und Beobachtung lassen.
Vor- und Nachteile einen Bio-Kamins
Biokamine haben im Gegensatz zum Holzkamin die Vorteile, dass sie keinerlei Rauchabzug benötigen. Ein Bio-Ethanol-Kamin soll nicht wärmen. Die Anbieter müssen dementsprechend darauf hinweisen, dass der Kamin keine wärmende Funktion besitzt, also nicht zum Heizen verwendet werden kann. Ein einfacher Grund ist, dass beim Verbrennen des Ethanols Wasser und Kohlenstoffdioxid entstehen und somit jegliche Andeutung von Wärme weggelüftet werden muss.
Genau hier liegen aber auch die Vorteile des Biokamins. Ohne den Rauchabzug wird der Kamin deutlicher günstiger in der Anschaffung, schließlich entfallen neben dem Einbau auch die Kosten für die Genehmigung des Abzugs. Des Weiteren ist der Kamin ohne einen Rauchabzug nicht unbedingt an einen festen Platz gebunden. Daher kann er je nach Bedarf vom Wohnzimmer zum Schlafzimmer wandern. Da viele Anbieter den ästhetischen Wert einen Bio-Kamins erkannt haben, wird auch beim optischen Anblick auf Qualität geachtet. Insofern kann