Kamin-Lexikon

Abgasmassenstrom

Was ist der Abgasmassenstrom?

Beim Abgasmassenstrom handelt es sich um die vergaste Brennstoffmenge und die Luft, die dann zusammen über den Schornstein in den Himmel abgeleitet werden. Es kommt dabei auch auf die verwendeten Brennstoffe an, wie sich dieser Strom genau zusammensetzt und wie lange es dauert, bis er abgeleitet werden kann.

Abgastemperatur

Was ist die Abgastemperatur?

Die Abgastemperatur wird im Kaminofen gemessen. Es handelt sich um die Temperatur der Rauchabgase und gemessen wird diese unmittelbar im Rauchrohr. Die Temperatur ist darüber hinaus über DIN Normen geregelt. Für die Prüfung gibt es eine eigene Prüfstelle.

Abnahmebescheinigung

Was ist eine Abnahmebescheinigung?

Immer dann, wenn eine Feuerstätte aufgestellt wird, gibt es dazu kommunale Vorschriften. Bei Feuerstätten handelt es sich um Kamine, Öfen oder zentrale Heizungen. Bevor diese Stätten in Betrieb gehen können, muss der Bezirksschornsteinfegermeister dazu eine Abnahmebescheinigung ausstellen. Dies macht er ohne Probleme, wenn sämtliche Vorschriften entsprechend umgesetzt sind.

Bauart A1

Was bedeutet Bauart A1?

Wenn ein Ofen nach Bauart A1 gebaut ist, so kann dieser unmittelbar an einen Schornstein angeschlossen werden. An diesen können auch schon andere Öfen angeschlossen sein. Wenn von Bauart A1 gesprochen wird, setzt dies voraus, dass die Feuerraumtür immer zu ist. Zum Befüllen darf diese natürlich geöffnet werden. Die Tür sollte immer automatisch schließen. Dies lässt sich über Scharniere oder Zugfedern lösen.

Brennwerttechnik

Was ist Brennwerttechnik?

Wer einen Öl- oder Gasofen einsetzt, weiß dass diese gute Wärme erzeugen. Eine Rückgewinnung von Wärme ist nur dann möglich, wenn Brennwerttechnik eingesetzt wird. Bei der Wärmerückgewinnung wird ein verbesserter Wirkungsgrad genutzt. Heiße Gase werden stark gekühlt und ein Wärmetauscher sorgt für die Nutzung der Gase. Ein Abgassystem wird zu diesem Zweck ebenfalls benötigt.

CE-Zeichen

Wofür steht das CE-Zeichen?

Nicht nur bei den Kaminöfen gibt es das CE-Zeichen. Es handelt sich um ein Zeichen, über das zum Ausdruck gebracht wird, dass es für ein Produkt übereinstimmende Richtlinien in der gesamten EU gibt. Sind diese Richtlinien für Produkte gegeben, so muss das entsprechend gekennzeichnet werden. Wenn ein CE-Zeichen vorhanden ist, so werden die entsprechenden Richtlinien eingehalten. Wenn der Hersteller das Zeichen nicht anbringt, so kann dies auch von neutraler Stelle übernommen werden.

CO2-Emission

Was ist die CO2-Emission?

Mit CO2-Emission wird der Wert bezeichnet, der angibt, wie viel Kohlenstoffdioxid von einem Kaminofen ausgestoßen wird. Eine Angabe dieses Wertes muss auf der einen Seite in Prozent und auf der anderen Seite in Gramm pro Kubikmeter erfolgen. Die Menge an Kohlenstoffdioxid, die beim Verbrennen von Holz ausgestoßen wird, entspricht exakt der Menge, die ein Baum in seiner Wachstumsphase aufnehmen konnte. Das Heizen mit Holz ist somit umweltfreundlich, weil Holz als CO2 neutral angesehen wird.

Dauerbrand

Was bedeutet Dauerbrand?

Wenn ein Kaminofen auf Dauerbrand ausgelegt ist, so kann dieser über mehrere Stunden hinweg befeuert werden. Eine Feuerstätte muss für Dauerbrand auf der einen Seite ausgerüstet sein und auf der anderen Seite geprüft werden. Wenn eine Gussfeuerraummulde vorhanden ist, so kann zudem auch Steinkohle verbrannt werden. Der Betrieb ist aufrecht und es muss erst nach einigen Stunden neuer Brennstoff eingelegt werden.

Drosselklappe

Was ist eine Drosselklappe?

Bei der Drosselklappe handelt es sich um den Absperrschieber, der sich im Rohr des Ofens befindet. Dieser trägt zur Reduzierung des Einzugs über den Schornstein bei. Wenn die Drosselklappe geschlossen ist, so reduziert das den Abzug von Abgaswärme. Dies gilt dann, wenn sich der Brennraum voller Glut befindet. Oftmals wird das Rückstellen des Reglers auf eine normale Position vergessen, was dann zu Problemen führen kann.

EN - Europäische Norm

Wofür steht EN?

EN bezeichnet verschiedene Normen für Kaminöfen. Unter anderem gibt es EN 13240. Von Seiten der Europäischen Norm wird eine deutliche Kennzeichnung der Öfen gefordert. Die Norm EN 13229 ist etwa für Heiz- und Kamineinsätze gedacht. Über die Norm EN 12815 werden Öfen reguliert, mit denen auch gekocht werden kann.

Feinstaub

Was ist Feinstaub?

Beim Verbrennen von Kohle kommt es zur Entstehung von Partikeln und Ascheteilen. Diese Teile sind auch bekannt als Feinstaub. Bei einer optimalen Verbrennung kann die Bildung von diesem Anteil sehr gering gehalten werden. Bei neueren Öfen gibt es so genannte DIN Normen, die genau festlegen, wie hoch der Anteil an Feinstaub sein darf, der ausgestoßen wird.

Funkenschutz

Was ist Funkenschutz?

Wenn der Kamin zum Heizen offen ist oder die Tür offen steht, so sollte mit einem Funkenschutz gearbeitet werden. Je nach Bauart ist dies auch nicht bei jedem Ofen erlaubt. Ein Funkenschutz wird vor Funken, die nach außen treten, schützen. Beim Verbrennen von Fichte oder Kiefer fliegen die Funken besonders gerne und es kommt zur Bildung von Brandflecken. Ein Schutz aus Metall oder Glas kann vorbeugend im Fachhandel erworben werden.
Mehr zum Thema: Funkenschutzplatte.

Gusseisen

Was ist Gusseisen?

Gusseisen ist lange Zeit bevorzugt behandelt worden als Arbeitsmaterial zur Herstellung von Öfen. Es lassen sich damit Ornamente, komplizierte Formen und auch Rundungen herstellen. Die Bauteile mussten verschraubt werden oder können gesteckt werden. Die Bruchgefahr ist hoch. Heute ist das Gusseisen zum Großteil von eigens gefertigtem Stahl abgelöst worden und wird nur noch bedingt bei der Herstellung von Öfen genutzt.

Heizleistung

Was ist die Heizleistung?

Die Heizleistung eines Ofens wird in Kilowatt gemessen und angegeben. Es gibt eine Faustformel, wonach für ein Zimmer, das durchschnittlich gedämmt ist, 1 Kilowatt pro Grundfläche von 10 Quadratmetern benötigt wird. Die gängigen Kamine und Öfen verfügen über eine Leistung von 7 Kilowatt, was dann für eine Fläche von 70 – 100 Quadratmetern ausreichend wäre.

Immissionen

Was sind Immissionen?

Wenn von Immissionen die Rede ist, so handelt es sich dabei um für den Menschen schädliche Luft. Die Immissionen entstehen als Absonderung, wenn geheizt wird. Schädlich sind die Immissionen vor allem dann, wenn Holz, Staub oder Teer verheizt werden. In gewisser Art und Weise werden Abgase produziert.

Kaminholz

Was ist Kaminholz?

Wer Kaminholz benötigt, sollte sich nach Scheitholz umsehen oder einfach beim Holzfachhändler in der Nähe beraten lassen. Besitzer von Waldstücken verkaufen das Holz in der Regel ebenso. Dieses kann schon geschnitten und getrocknet sein. Das Kaminholz lässt sich in einem Kamin befeuern und je nach Wahl, kann es auch in größeren Stücken bezogen werden, die dann selbst noch zerkleinert werden müssen.

Muffe

Was ist eine Muffe?

Die Muffe am Kaminofen ist die Wandhülse, die in einen Schornstein münden wird. Diese darf nicht wackeln und wird zu diesem Zwecke auch fest in den Schornstein eingemörtelt. Zu empfehlen ist eine Muffe mit einer Doppelwand. So kann sichergestellt werden, dass das Abgasrohr in der Hülle sehr eng gehalten wird.

Nachheizregister

Was ist ein Nachheizregister?

Ein Nachheizregister wird bei Kachelöfen verwendet. Die Temperaturen von Abgasen bei einem solchen Ofen sind sehr hoch. Ein Nachheizregister dient dazu, dass die Verbrennungsgase zwischen einem Heizeinsatz und einem Schornstein gekühlt werden können. Zudem stellt das Nachheizregister eine weitere Heizfläche dar.

Ö-Norm

Was ist die Ö-Norm?

Die Ö-Norm ist in Österreich weit verbreitet und bestätigt die positive Prüfung von einem Kaminofen. Es wird über die Norm ein Wirkungsgrad vorgeschrieben, der mindestens erreicht werden muss. Auch besagt die Ö-Norm, dass ein Ofen bei der halben Leistung dennoch alles sauber verbrennen muss und zugleich auch die Normen im Bereich Abgas erfüllen muss.

Primärluft

Was ist die Primärluft?

Primärluft ist vor allem dann in hohem Maße erforderlich, wenn Braunkohle- oder Steinkohle verbrannt werden. Diese Art der Luft wird einer Feuerstelle unmittelbar durch einen Feuerrost zugeführt. Beim Verbrennen von Holz ist es so, dass die Zufuhr von primärer Luft schon nach der Phase des Anheizens gestoppt wird.

Regensburger Norm

Was ist die Regensburger Norm?

Wie die Münchner Norm, so gibt es auch eine Regensburger Norm. Diese regelt die Emissionsgrenzen in der Stadt Regensburg. Wer in Regensburg also einen Kaminofen befeuern möchte, der muss sich an die Grenzwerte der Norm halten. Diese betreffen den Ausstoß von Emissionen und Feinstaub, die einen bestimmten Wert nicht überschreiten dürfen.

Schamotte

Was ist Schamotte?

Ein Kaminofen muss immer vor der direkten Einwirkung von Flammen beschützt werden. Zugleich aber soll auch die Wärme des Ofens gesichert werden. Genau zu diesem Zweck gibt es dann die so genannten Schamotte oder Schamottesteine. Diese setzen sich unter anderem aus Aluminiumoxid zusammen, das sich in der Vergangenheit als besonders feuerfest erwiesen hat.

Tertiärluft

Was ist die Tertiärluft?

Neben der primären und der sekundären Luft gibt es auch noch die Tertiärluft. Der Kaminofen arbeitet eben mit verschiedenen Typen von Luft, die zugeführt werden. Die Tertiärluft dient der Unterstützung für eine optimale Verbrennung. Dies ist vor allem bei Braunkohlebriketts und ähnlichen Brennstoffen sehr wichtig.

Verkleidung

Was ist die Verkleidung?

Wer einen Höhepunkt in seinem Wohnzimmer setzen möchte, der verpasst seinem Kamin eine schöne Verkleidung. Hier gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die Verkleidung kann mit keramischen Fließen genauso gelöst werden, wie auch mit Naturstein. Imitationen von Natursteinen können auch genutzt werden und sind günstiger, was die Anschaffung anbelangt. Letztlich würde sich auch noch der Kunststein für eine kreative Verkleidung anbieten.

Wirkungsgrad

Was ist der Wirkungsgrad?

Es gibt einen Unterschied zwischen den Brennstoffen, die in den Ofen gesteckt werden und der Wärme die daraus resultiert. Genau dieser Unterschied wird als Wirkungsgrad bezeichnet. Der Wirkungsgrad sollte einen Wert von 70 Prozent nicht unterschreiten. Auf der anderen Seite sollten aber auch die Abgase nicht zu stark auskühlen. Wenn dies der Fall ist, so gibt es keinen guten Einzug über den Schornstein.

Zug

Was ist der Zug?

Mit dem Zug wird die Öffnung im Inneren von einem Schornstein bezeichnet. Auf der anderen Seite wird mit Zug aber auch dessen Wirkung benannt. Der Einzug kann durch verschiedene Temperaturen entstehen, die zwischen der Luft im Ofen und der äußeren Luft entstehen. Die warme Luft steigt auf und im Ofen bildet sich ein Unterdruck, der Zug, welcher dafür verantwortlich ist, dass die frische Luft für die Verbrennung angesaugt wird.
go to ajlee