Ohne Schornstein: Der umweltfreundliche Bioalkohol Kamin

Ein Bioalkohol Kamin ist eine gute und nett anzuschauende Alternative zur Feuerstelle, die mit Kohle, Holzscheiten oder Pellets beschickt wird. Ohne Umbauten kann er nachträglich in jedes Zimmer gestellt werden.

Einer der großen Pluspunkte, die der Bioalkohol Kamin für sich verbuchen kann, ist, dass er keinen Schornstein benötigt. Damit kann man sich die Gemütlichkeit eines offenen Feuers auch an den Stellen gönnen, wo entweder kein Schornstein vorhanden ist oder der zuständige Schornsteinfegermeister die Genehmigung des Anschlusses an einen vorhanden Abzug verweigert hat, weil der Abzug dafür vom Querschnitt und der Bauart her nicht geeignet ist. Der Bioalkohol Kamin ist optisch so gestalten, dass man den Eindruck eines echten Kamins bekommt, der mit Holzscheiten befeuert wird. Dabei werden die zierenden Scheite aus nicht brennbaren Materialien gleich als Austrittsstellen für das als Brennmittel benutzte Ethanol benutzt. Ethanol bekommt man im Fachhandel unter der Bezeichnung Agraralkohol. Er wird meistens unter dem Handelsnamen Feurol angeboten und sorgt durch eine kontrollierte und steuerbare Verbrennung dafür, dass auch die Optik der Flammen stimmt. Im Interesse einer möglichst geringen Geruchsbildung sollte man seinen Bioalkohol Kamin immer nur mit hochwertigem Brennstoff beschicken.

Beim Kauf gilt: Je höher die Abnahmemenge ist, desto günstiger ist der Preis pro Liter. Bei den meisten Anbietern kann man ihn auch in kleineren Mengen ab zwanzig Liter kaufen. Andere liefern erst dann, wenn man bereit ist, hundert Liter und mehr abzunehmen. Der Brennstoff für den mit Bioalkohol betriebenen Kamin wird im handlichen Kanister mit einem Inhalt von fünf Litern geliefert. Diese lassen sich sehr gut stapeln, so dass der Brennstoffvorrat kaum Platz wegnimmt. Wer Bioethanol-Kamine betreibt, der sollte aber unbedingt an das regelmäßige Lüften denken. Bei der Verbrennung von Alkohol wird nämlich Feuchtigkeit frei. Diese muss abgeleitet werden, wenn sie nicht für Ablagerungen auf den Tapeten in Ecken mit so genannten Kältebrücken sorgen soll, auf denen sich dann Schimmel bilden könnte. Am besten ist es, wenn man die Luftfeuchtigkeit im Raum permanent mit einem Messgerät überprüft, das im Handel schon für wenige Euro zu haben ist und gleich mit einer Wetterstation kombiniert sein kann. Damit kann man besonders kontrolliert lüften und Heizkosten einsparen.